Es gibt viele Menschen, die gerne mehr beten würden. Sie nehmen es sich immer wieder vor und trotzdem geht es im Alltag unter. Die Arbeit, die Familie, Termine oder einfach die Müdigkeit – und plötzlich ist der Tag vorbei. Vielleicht kennst du das.
Ich möchte dir zuerst etwas sagen: Das ist völlig normal. Eine tägliche Gebetszeit entsteht nicht einfach von selbst. Sie braucht eine Entscheidung und vor allem Geduld.
Ich nehme mir seit über 10 Jahren Jahren jeden Tag Zeit für Gott.
Das war am Anfang überhaupt nicht einfach. Es brauchte Disziplin. Es gab Tage, an denen ich keine Lust hatte oder mich ständig ablenken liess. Ehrlich. Trotzdem bin ich drangeblieben. Auch ehrlich. Heute kann ich mir mein Leben ohne diese Zeit wirklich nicht mehr vorstellen.

Es muss nicht 1 Stunde sein
Viele denken, eine stille Zeit müsse lang sein oder besonders tief gehen. Das glaube ich nicht. Vor allem am Anfang ist es wichtig, dass deine Zeit mit Gott zuerst eine Gewohnheit wird. Dafür reicht eine Minute am Tag, die du dann steigern kannst auf 5 Minuten, dann vielleicht sogar mal 10 und irgendwann wirst du beim Beten die Zeit vergessen.
Nimm dir lieber fünf oder zehn Minuten als gar keine Zeit. Wichtig ist nicht, wie lange du betest. Wichtig ist, dass du Gott bewusst Zeit schenkst.
Mir hilft es, morgens zu beten, bevor der Tag richtig beginnt. Für andere passt vielleicht der Abend besser. Finde den Zeitpunkt, der zu deinem Leben passt, und versuche, ihn möglichst regelmässig einzuhalten. Mit der Zeit wird daraus eine gute Gewohnheit.
Rede mit Gott so, wie du bist
Du brauchst keine schönen Worte. Du musst Gott nichts beweisen. Erzähl Gott einfach, was gerade da ist. Deine Freude. Deine Sorgen. Deine Fragen. Deine Zweifel. Gott kennt dein Herz längst. Gott freut sich über dein Gebet.
Viele Menschen sagen zu mir: „Ich würde gerne beten, aber ich weiss nicht, was ich sagen soll.“ Besonders Menschen, die gerade eine schwere Zeit durchmachen und die ich als Seelsorgerin begleite.
Darum habe ich mein Buch „Alle Sorgen loslassen. 50 Gebete für inneren Frieden und tiefes Gottvertrauen“geschrieben.
Es enthält 50 Gebete für unterschiedliche Situationen. Für Sorgen, Ängste, Gesundheit, Familie, Beziehungen, schwierige Zeiten und für Dinge, die wir nicht selbst in der Hand haben.
Gerade für deine stille Zeit können diese Gebete eine Hilfe sein, wenn dir selbst die Worte fehlen. Du kannst ein Gebet lesen, kurz innehalten und Gott erzählen, was dich gerade beschäftigt. Vielleicht passt ein Gebet genau zu deiner aktuellen Situation. Oder du findest eines, zu dem du immer wieder zurückkehren möchtest.
Du musst dabei nicht perfekt beten. Du darfst einfach mit dem zu Gott kommen, was gerade in deinem Herzen ist. Hier kannst du das Buch bestellen!

Fang einfach an
Falls du bisher keine stille Zeit mit Gott hast, dann beginne nicht erst nächste Woche oder nächsten Monat. Fang heute an. Nimm dir morgen fünf Minuten Zeit. Setz dich an einen ruhigen Ort. Atme einmal tief durch. Und rede mit Gott. Nicht perfekt. Sondern einfach ehrlich.
Ich glaube, genau so beginnt eine Beziehung zu Gott: mit einem kleinen Schritt. Und manchmal verändern genau diese fünf Minuten mehr, als wir uns vorstellen können.
Alles Liebe, viel Geduld mit dir und deiner stillen Zeit, und vor allem: Gottes Segen für Dich, deine Simone

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