Draußen wird es dunkler, kälter, stiller.
Vielleicht merkst du, wie dein Herz in dieser Zeit empfindsamer wird,
für das, was fehlt, aber auch für das, was wachsen darf.
Der Advent ist eine Einladung, langsamer zu werden,
innezuhalten, zu warten und Gott Raum zu geben.
Ankommen:
Mach es dir bequem.
Atme dreimal tief ein und aus.
Beten:
Gott, ich komme zu dir mit allem, was ich bin und was ich mit mir herumtrage.
Mit meiner Sehnsucht nach Licht, nach Frieden, nach Klarheit.
Mit meiner Dankbarkeit für das, was gelingt,
und mit meiner Müdigkeit, die manchmal schwer auf mir liegt.
Diese Zeit des Advents ist für mich nicht nur Vorbereitung auf ein Fest,
sondern ein Weg. Ein Weg hin zu dir.
Ein Weg durch Dunkelheit und Licht, durch Stille und Erwartung,
durch Zweifel und Vertrauen.
Ich warte auf dich, Gott,
aber manchmal ungeduldig.
Ich wünsche mir, dass du kommst,
schnell, spürbar, greifbar.
Und doch weiß ich: Du bist längst da.
Nicht nur am Ziel, sondern auf dem Weg.
Nicht nur in den großen Momenten,
sondern auch in den kleinen, stillen Augenblicken meines Alltags.
Lass mich dich erkennen,
in einem freundlichen Blick,
im Lachen eines Mitmenschen
im Duft von Kerzen und Tannenzweigen,
in der Ruhe eines Spaziergangs,
in einem Gespräch, das ehrlich ist.
Gott, lehre mich, zu warten, ohne zu verzweifeln.
Hilf mir, die Stille nicht zu fürchten,
sondern sie zu deinem Raum zu machen.
Schenke mir Geduld, wenn nichts geschieht,
und Vertrauen, dass du auch im Unsichtbaren wirkst.
Ich bete für alle,
die in dieser Zeit einsam sind,
die trauern, vermissen,
die innerlich müde geworden sind.
Sei du ihr Licht, das nicht verlischt,
ihre Wärme in kalten Nächten,
ihre Hoffnung, wenn der Weg dunkel bleibt.
Ich bete auch für mich, Gott.
Für Frieden in meinem Herzen,
für Vertrauen in deine Führung,
für Offenheit, das Wunder deiner Nähe zu empfangen.
Mach mein Herz bereit:
für dein Kommen,
für dein Wort,
für deine Liebe,
die in dieser Welt neu Gestalt annimmt.
Manchmal habe ich das Gefühl,
dass der Advent über mich hinweggeht.
Alles ist laut, schnell, voll.
Dann bitte ich dich:
Hol mich zurück zur Stille.
Erinnere mich daran, worum es wirklich geht
nicht um Perfektion, sondern um Gegenwart.
Nicht um Erledigungen, sondern um Begegnung.
Nicht um Konsum, sondern um Hoffnung.
Gott, du kommst zu uns, ganz leise, unscheinbar, menschlich.
Du wirst Licht in der Dunkelheit,
Wärme im Winter,
Frieden mitten im Lärm der Welt.
Lass mich das glauben,
auch wenn vieles um mich unruhig ist.
Ich danke dir für diesen Advents.
Für die Kerzen, die Woche für Woche heller werden,
für das Warten, das nicht leer ist,
sondern voller Verheißung.
Ich danke dir für die Menschen,
die Licht in mein Leben bringen,
für Gemeinschaft, für Liebe, für Trost.
Segne meinen Advent, Gott.
Mit Geduld, die wächst.
Mit Hoffnung, die bleibt.
Mit Vertrauen, das trägt.
Und mit dem festen Wissen:
Das Licht kommt,
und es wird bleiben.
Amen.
Abschliessen:
Atme dreimal tief ein und aus.
Vielleicht magst du eine Kerze anzünden
als Zeichen, dass das Licht da ist,
auch wenn du es noch suchst.
Mein Segen für dich:
Gott segne dich in diesem Advent
mit stiller Freude,
mit wachsenden Hoffnungen
und mit dem Frieden,
der größer ist als alle Sorgen.
Amen.
Mit viel Liebe und Licht für dich, deine Simone

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