Herbstgebet bei schwerem Herzen

Herbstgebet bei schwerem Herzen

Ich spüre in dieser Jahreszeit oft etwas Schweres im Herzen. Ich kann es gar nicht so genau benennen. Wohl eine Form von Traurigkeit. Vielleicht Dinge, die noch offen sind. Menschen, dir mir fehlen. Gedanken an die Vergänglichkeit des Lebens.

Wenn der Herbst kommt, verändert sich etwas, draußen und drinnen. Die Tage werden kürzer, das Licht weniger, und manchmal legt sich eine gewisse Schwere auf die Seele. Es ist, als würde die Natur uns einladen, langsamer zu werden, loszulassen, stiller zu werden. Doch genau das fällt oft schwer.

Der Herbst erinnert mich daran, dass alles vergänglich ist. Auch ich, auch meine Liebsten, meine Gefühle, meine Gedanken sind vergänglich. Das kann traurig machen. Aber es hat auch etwas tröstliches. Denn auch alles Schwierige ist vergänglich. Schmerzen, Verlust, Krisen, Krankheiten, all das vergeht.

Viele Menschen, mit denen ich arbeite, erzählen mir, dass sie sich im Herbst schwerer fühlen. Alte Themen kommen hoch. Müdigkeit, Unsicherheit, manchmal Traurigkeit. Und doch hat gerade diese Zeit eine besondere Tiefe. Sie zwingt uns, ehrlich zu werden, mit uns selbst und mit Gott.

Ich habe gelernt, dass es in Ordnung ist, wenn das Herz schwer ist.

Es muss nicht immer hell, stark und fröhlich sein. Auch ein schweres Herz kann beten. Vielleicht sogar ehrlicher.

Ich setze mich im Herbst gerne mit einer Tasse Tee ans Fenster und schaue den fallenden Blättern zu. Das hilft mir, loszulassen. Ich sage Gott, was mich bedrückt, ohne viele Worte. Ich spüre, dass Gott mich hält. Auch in dieser stilleren, manchmal traurigen Zeit.

Wenn du diesen Herbst mit einem schweren Herzen erlebst, dann darfst du wissen: Du bist nicht allein. Gott ist auch in der Dunkelheit da. Gott geht mit dir durch diese Zeit, Schritt für Schritt. Vielleicht verändert sich nicht sofort alles. Aber Gott schenkt Frieden mitten im Wandel.

Diese Jahr aber ist etwas anders.

Ich bin selbst überrascht. Denn sonst war der Herbstbeginn für mich oft schwer. Dieser Übergang vom warmen, sonnigen Sommer zum kalten, dunkeln Herbst. Doch das erste Mal seit Jahren erlebe ich den Herbst als etwas Schönes.

Als eine Jahreszeit, die dazugehört, die mich einlädt, loszulassen, was nicht mehr passt und dafür Raum zu schaffen für Neues, das noch in mein Leben kommen wird.

Ich habe mich schon öfters gefragt, was diese Jahr ander ist. Mit Sicherheit kann ich es nicht erklären. Aber es gibt ein paar Gedanke, was es sein könnte. Vermutlich ist es auch der Zusammenhang von allen diesen einzelnen Dingen.

Ich habe Träume und Ziele in meinem Leben. Diese habe ich auf einem Papier aufgeschrieben und in meinem Schlafzimmer aufgehängt. Ich verfolge diese Träume und Ziele. Mit Taten, mit Motivation, mit Freude. Ich fühle mich so gesund wie schon lange nicht mehr in meinem Leben. Ich weiss, das ich am richtigen Ort wohne. Vieles in meinem Leben ist diese Jahr wahr geworden.

Wünsche und Ziele, die ich wirklich schon lange verfolge. Mit viel Arbeit, Disziplin und manchmal auch Tränen. Doch diese Jahr wurde zu einem Jahr der Ernte. Das spüre ich diesen Herbst besonders stark.

Du liest gerade diesen Blog und denkst, das wünsche ich mir auch? Dann bete dafür. Bete für eine Zeit der Ernte. Bete dafür, dass du den Herbst als schöne Zeit erleben darfst. Bete für ein leichtes Herz und positive Gedanken. Aber bete auch dafür, dass Gott dir Träume und Ziele schenken möge. Und für die Kraft, diese zu verwirklichen.

Ich bete für dich, dass du Gottes Begleitung spürst. In jedem fallenden Blatt, in jeder Wolke, in jedem Regentropfen. Amen und in Liebe, deine Simone

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